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- Beschreibung
Vorbild:
Dampflokomotive mit der Achsfolge 2-8-4 "Berkshire" der Southern Pacific. Tiefschwarze Grundfarbgebung. Betriebsnummer 3505. Betriebszustand zwischen 1945 und 1950. Eine von 25 gebauten Lokomotiven mit dem markanten Coffin-Vorwärmer.
Highlights:
Komplette Neukonstruktion.
Besonders filigrane Metallkonstruktion.
Viele separat angesetzte Details.
Serienmäßiger Raucheinsatz mit geschwindigkeitsabhängigem, dynamischem Rauchausstoß.
Führerstandsbeleuchtung digital schaltbar.
Lokführer- und Heizerfigur im Führerstand sitzend.
Mit Spielewelt-Decoder mfx+ und umfangreichen Licht- und Soundfunktionen.
Mit Pufferspeicher zur Überbrückung von kurzen stromlosen Stellen.
Modell:
Mit Digital-Decoder mfx+ und umfangreichen Licht- und Soundfunktionen. Geregelter Hochleistungsantrieb mit Schwungmasse im Kessel. Vier Achsen angetrieben, davon drei Achsen über Kuppelstangen. Haftreifen. Lokomotive und Tender weitgehend aus Metall. Serienmäßig eingebauter Raucheinsatz, mit geschwindigkeitsabhängigem, dynamischem Rauchausstoß, digital schaltbar. Fahrtrichtungsabhängig wechselnde Stirnbeleuchtung mit je einer Lampe an Lok und Tender konventionell in Betrieb, digital schaltbar. Führerstands- und Nummerntafelbeleuchtung sowie Feuerbüchsenflackern separat digital schaltbar. Beleuchtung mit wartungsfreien warmweißen und roten Leuchtdioden (LED). Mit Pufferspeicher. Verstellbare Kurzkupplung mit Kinematik zwischen Lok und Tender. Am Tender kinematikgeführte Kurzkupplung mit NEM-Schacht. Lokführer- und Heizerfigur im Führerstand sitzend. Rohrleitungen für den Bereich unterhalb des Führerhauses liegen als separat ansteckbare Teile bei.
Länge ca. 31,3 cm.
Passende Güterwagen der Southern Pacific finden Sie im Märklin H0-Sortiment unter den Artikelnummern 45667 und 45707 sowie im Trix H0-Sortiment unter der Artikelnummer 24915 mit dem Hinweis auf die benötigten Tauschradsätze. Dieses Modell finden Sie in Gleichstrom-Ausführung im Trix H0-Sortiment unter der Artikelnummer 25983.
Grossbetrieb:
Wir schreiben die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Eisenbahn revolutioniert in atemberaubender Schnelligkeit das Verkehrswesen in den Vereinigten Staaten von Amerika und trägt maßgeblich dazu bei, die USA zum Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu machen. Auch der Dampflokbau erfährt eine stürmische Entwicklung. Immer größer, stärker und schneller hieß das Motto, wobei neue Loktypen oft nach ihren Einsatzgebieten benannt wurden. Ein Meilenstein beim Güterverkehr war die Konstruktion einer Maschine mit vier Treibachsen sowie einer Vor- und Nachlaufachse. Damit erreichte man nicht nur eine bessere Kurvenläufigkeit. Der Kessel konnte obendrein im Vergleich zu den Loks ohne Vor- bzw. Nachlaufachsen länger ausgelegt werden, eine größere Feuerbüchse sorgte für eine zusätzliche Leistungssteigerung. Da die Treibachsen nun vor der Feuerbüchse lagen, konnten sie größer ausgeführt werden, was höhere Geschwindigkeiten ermöglichte. 1897 lieferte die US-Firma Baldwin 20 derartige Maschinen nach Japan und nannte die Bauart in Anlehnung an einen ehrenden Titel des japanischen Kaisers „Mikado“. In der Tat waren diese Loks damals die stärksten japanischen Dampfrösser. Gleichzeitig begann der Siegeszug dieser Bauart in den USA und später dann auch in vielen anderen Ländern dieser Erde. Zu den erfolgreichsten europäischen „Mikados“ zählte beispielsweise die deutsche Baureihe 41. In den USA kamen die „Mikados“ nach dem Ersten Weltkrieg bald an ihre Grenzen. Die Wirtschaft boomte in den Goldenen Zwanzigern und die großen Bahngesellschaften buhlten um die Kunden. Immer mehr Fracht sollte immer schneller transportiert werden. Daraufhin entwickelten die LIMA Locomotive Works im Jahre 1925 auf der „Mikado“-Basis eine erste Super-Power-Lokomotive, die auch mit diesem Slogan beworben wurde. Sie besaß eine erheblich vergrößerte Feuerbüchse, die die Kesselleistung im Vergleich zu den „Mikados“ massiv steigerte. Um die maximalen Achslasten einzuhalten, installierte man anstelle einer Nachlaufachse ein zweiachsiges Drehgestell. Der Prototyp wurde auf der Hauptstrecke der Boston & Albany Railroad (B&A), einer Tochtergesellschaft der berühmten New York Central Railroad, durch die an der Ostküste liegenden Berkshire Mountains intensiv getestet. Dabei zeigte sich gegenüber zwei Jahre alten „Mikados“ eine deutliche Leistungssteigerung. Die B&A war derart beeindruckt von dieser Lokomotive, dass umgehend 25 Exemplare bestellt wurden. Andere Bahngesellschaften zogen nach, wobei sich schnell die Bezeichnung „Berkshire“ für diese Loktype durchsetzte. Schließlich bevölkerten über 600 „Berkshires“ die US-amerikanischen Gleise, wobei die letzten Exemplare erst 1949 gebaut wurden. Die meisten „Berkshires“ entsprachen dem gängigen Dampflokdesign mit normalen, quer auf der Rauchkammer montierten Oberflächenvorwärmern. Die 25 in den Jahren 1928/29 an die Boston&Maine Railroad (B&M) gelieferten „Berkshires“ erregten dagegen mit ihren ungewöhnlichen Coffin-Vorwärmern ein gewisses Aufsehen: Diese waren u-förmig ausgeführt und wurden kopfüber an die Rauchkammer angesetzt. Das führte dazu, dass man beim Anblick der Lokfront oft das Gefühl hatte, in eine dunkle Höhle zu schauen. Die Bezeichnung Coffin-Vorwärmer rührte allerdings nicht von der Bedeutung dieses Wortes (übersetzt Sarg) her, sondern von der gleichnamigen Herstellerfirma. Zehn dieser „Coffin-Berkshires“ verkaufte die B&M im Jahre 1945 in den Westen der USA an die Southern Pacific Railroad (SP), die einen kurzfristig eingetretenen Verkehrsaufschwung bewältigen musste. Dort wurden die Rauchkammer und der Coffin-Vorwärmer gemäß dem SP-Farbschema für Dampfloks silbern lackiert, was eine signifikante Designverbesserung bedeutete. Leider währte der SP-Einsatz nur wenige Jahre, alle „Coffins“ wurden verschrottet. Gleichwohl kann man noch heute zahlreiche Super-Power-„Berkshires“ in verschiedenen Museen bewundern. Zwei davon sind sogar betriebsfähig: Lok 765 der einstigen Nickel-Plate-Road und Lok 1225, die LIMA 1941 für die Pere Marquette Railroad gebaut hatte, zeugen seit vielen Jahren unter Dampf von einem der bedeutendsten Kapitel der US-amerikanischen Eisenbahngeschichte.